Keine Angst vor IP-Telefonie

Die großen Netzbetreiber treiben die Umstellung der ISDN Anschlüsse massiv voran. Seit diesem Jahr werden nun auch Anlagenanschlüsse zwangsweise umgestellt. Für die Netzbetreiber macht das durchaus Sinn. Ob es für den Kunden sinnvoll ist, liegt ganz daran wie die Umstellung erfolgt. In den meisten Fällen wird ein SIP Trunk fähiger Router vor die bestehende TK Anlage montiert. Damit ist die Umstellung auch schon erledigt. Theoretisch ja, praktisch können sie in dieser Situation weder die Vorteile des ISDN noch die vollständigen Leistungsmerkmale, welche Vioce over IP bietet, nutzen. Diese Möglichkeit besteht erst, wenn die SIP Telefonie bis zum Endgerät durchgehend ist. Das bedeutet es müssen neue Endgeräte her und eine neue TK Anlage. Für viele Unternehmen ist dies natürlich auch eine Kostenfrage. Doch so teuer wie TK-Anlagen bisher waren, ist eine durchgehende IP-Telefonie bis zum Endgerät nicht wirklich. Beispielsweise eignen sich Tablets, Smartphones oder vorhandene PCs, die als Endgeräte verwendet werden können. Eine Telefonanlage ist in vielen Fällen überhaupt nicht mehr notwendig. Dies erledigt eine Software on-premise oder in der Cloud. In vielen derartigen Fällen bringen wir Lösungen von 3CX ins Spiel. Diese sind sehr gut skalierbar, sehr leistungsstark, wartungsfreundlich und kostengünstig. Dazu sind wir für dieses Produkt Servicepartner und sind sowohl im Bereich BASIC, INTERMEDIATE und ADVANCED zertifiziert.

Damit können wir Ihnen den besten Service bieten.

Industrie V4.0

Befinden wir uns in einer industriellen Revolution oder steht diese bevor? Fakt ist die Industrie befindet sich stetig im Wandel. Ob man es Industrie V4.0 oder digitale Fabrik nennen mag, liegt ganz im Sinne des Betrachters. Ganz klar, der Weg geht in Richtung Digitalisierung und Automatisierung. Dies ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass Personalkosten heute ein erheblicher Kostenfaktor sind. Maschinen werden nicht krank, brauchen keinen Urlaub und können Dinge schneller, genauer und effizienter tun. Um seine Wettbewerbsvorteile zu sichern ist eine Kostenkontrolle aber auch sinvolle Investition heute mehr nowendig denn je. Gerade bei Firmen mit mehreren Standorten macht es Sinn humane und technische Resourcen optimal zu nutzen. Gerade für das erstere ist eine entsprechende Kommunikation eine wichtige Voraussetzung. Unified communication kann mit übeschaubaren Kosten die Lösung sein. Ob Webmeeting, Telefonkonferenz oder die mobile Erreichbarkeit. Suchen Sie die passende Kommunikationslösung. Wir können ihnen sicher helfen.

Zwangsumstellung auf IP

Es gibt Netzanbieter, deren Hotlines rufen die Kunden an, und reden dem Kunden eine sofortige Umstellung auf IP Anschluss ein. Falls der Kunde das Angebot nicht annimmt, folgt kurz darauf die Kündigung der ISDN Anschlüsse. Anschließend erhalten die Kunden ein Angebot für die Umstellung auf IP. Ich werde immer wieder gefragt was halte ich davon. Hier meine klare Meinung: Grundsätzlich kann man davon aus gehen, dass dem IP Anschluss und Unified communucation die Zukunft gehört. Doch einige Netzanbieter, allen voran die „großen Anbieter“, gehen den zweiten vor dem ersten Schritt. Es wäre zum ersten notwendig ein geeignetes IP Netz aufzubauen, und erst dann das ISDN-Netz rückzubauen und abzuschalten. Hier wird allerdings sehr oft Kunden mit DSL Anschlüssen deutlich unter 6 Mbit, IP verkauft. Das macht, außer dem Unfrieden des Kunden, keinen Sinn. (Siehe auch das Thema Umstellung an langsamen DSL Anschlüssen.) Deshalb müssen die großen Anbieter offenschichtlich auch 24 Monatsvertäge anbieten. Sozusagen als Kundenbindungsmaßnahme. Wie wäre es damit, dem Kunden Produkte anzubieten die der Kunde wünscht oder wirklich braucht. Bei den Anbietern wird allerdings nur das verkauft, was man verkaufen will, und wenn der Kunde es merkt, steckt er im 24 Monatsvertag fest. Kann allerdings dann oft gegen ein höheres Entgelt auf ein noch unsinnigeres Produkt wechseln. Das ist Service…. Das ist Kundenbindung. Guten Morgen Deutschland…

Umstellung langsamer DSL-Anschlüsse auf IP-Telefonie

Sie kennen das. Die DSL-Vermittlungsstelle befindet sich in einer Entfernung von 3 km oder mehr. Dann haben Sie sicher einen DSL-Anschluss mit einer Geschwindigkeit von 2 Mbit oder 6 Mbit. Sie haben noch einen alten Anschluss ( ISDN mit DSL), dann ist dieser in der Form Annex-B geschaltet. Sehr alte Anschlüsse haben dabei eine feste Datenrate. Bei neueren Anschlüssen schaltet die Telekom diese ratenadaptiv (RAM-Schaltung). Dieses bewirkt dass das Modem mit der Vermittlungsstelle die schnellstmögliche Geschwindigkeit, die die Leitung hergibt, aushandelt. So ist es möglich, dass ein bisheriger Anschluss mit 2 Mbit in RAM- Schaltung bis zu 4,5 oder auch 5,5 Mbit synchronisiert. Der Nachteil ist, dass die Verbindung oft ganz kurz ausfällt, weil sich das Modem auf eine neue Geschwindigkeit synchronisiert. Für das Surfen im Internet spielt das jedoch keine Rolle. Was passiert jedoch bei der oft als so super angepriesenen Umstellung auf IP Telefonie? Sie bekommen nun einen Annex-J Anschluss. Was bedeutet das? Das untere Frequenzband welches bisher für das ISDN benutzt wurde wird nun ebenfalls für das DSL-Signal benutzt, und zwar für den höheren Upload. Wie sich jedoch später zeigen wird ist dies der einzige Vorteil. Da die Telefondaten nun über die DSL-Leitung fließen, muss diese DSL-Leitung stabil sein und darf nicht ausfallen. Kurze Synchronisationsausfälle wie in einer RAM-Schaltung sind dort unerwünscht, da diese zur Unterbrechung des Telefonats führen würden. Daher legt die Telekom auf jeden Anschluss ein sogenanntes Anschlussprofil, welches die maximale Geschwindigkeit für diesen Anschluss festlegt. Als Faustregel sind das in etwa 60% – 70% der maximal höchsten Geschwindigkeit die die Leitung tatsächlich hergibt. Diese Daten werden nicht gemessen, sondern nur rein rechnerisch aus der „ORKA Datenbank“ ermittelt. Hier ist dann schon ein großer Sicherheitszuschlag zu lasten der Geschwindigkeit enthalten. Es gibt verschiedene feste Anschlussprofile. Haben Sie beispielsweise einen RAM Anschluss der bisher mit 4,5 bis 5,5 Mbit synchronisiert hat, so bekommen Sie in der Regel ein Anschlussprofil mit 3,4 Mbit. Wenn Sie nun berücksichtigen dass von der mickrigen Downloadrate nun auch noch die Telefonie mit berücksichtigt werden muss, so kommen Sie abzüglich Telefonie und des Overhead der auf der Leitung fließt, in etwa auf eine nutzbare Datenrate von 2 Mbit. Somit hat sich im Anschluss an die Umstellung auf IP-Telefonie, die mickrige Downloadrate noch einmal halbiert. Dies ist dann das Ergebnis der IP Umstellung. Außerdem ist meine Erfahrung, dass an derartigen Anschlüssen bei der Telefonie oft Kompressionsartefakte oder extremer Jitter auftreten bzw. in Empfangsrichtung die Gespräche oft „leiern“ oder der andere Teilnehmer nur brockenweise zu hören ist. Abgesehen davon ist der Betrieb eines analogen G3 Faxgerätes an derartigen Anschlüssen unzumutbar.

Im anhängenden Bild ist dies sehr schön zu erkennen.

  • DSLAM Datenrate max.: Das ist der obere erlaubte Wert des Anschlußprofiles.
  • Leitungskapazität: Mit dieser Geschwindigkeit würde das Modem gern synchronisieren.
  • Aktuelle Datenrate: Das ist die tatsächlich synchronisierte Geschwindigkeit.

Ich glaube weitere Kommentare kann ich mir hierzu ersparen.

Doch, einen Kommentar hätte ich noch:

Ein solcher Anschluß wird bei der Telekom als Magenta Zuhause oder Deutschland LAN Connect bis zu 16 Mbit verkauft. Ja 2 Mbit fallen auch unter die Kategorie bis zu 16 Mbit.